Die Liebe zum Auto
Das Großherzogtum ist ein kleines Land mit einem großen Herzen für Autos. Denn diese sind nach wie vor ein wichtiger Bestandteil des Alltags.
Öffentliche Verkehrsmittel sind schon praktisch, ihnen fehlt aber ein entscheidender Vorteil: die Flexibilität. Bei dem Wunsch sich direkt von A nach B zu bewegen und das zu einem bestimmten Zeitpunkt, darin ist das Auto quasi unschlagbar. Mit dem Auto können wir uns 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche fortbewegen. Das Konzept der Freiheit spielt dabei eine große Rolle. Man könnte denken, dass heutzutage der Zuspruch eher abnimmt. Das Gegenteil ist jedoch der Fall: Die allgemeine Einstellung der Luxemburger*innen zu ihrem Auto bleibt weiterhin sehr positiv, vor allem, weil es ein ausschlaggebendes Fortbewegungsmittel in ihrem Alltag ist, sei es für Arbeit, Einkäufe oder die Freizeit, bzw. den Urlaub.
In sehr gutem Zustand
Und eben weil das Auto eine wichtige Rolle spielt, halten die Besitzer ihre Wagen in einem sehr guten Zustand. Das hat sowohl mit dem Unterhalt als auch mit Sicherheit und Komfort zu tun. Der Großteil des Fuhrparks ist dabei recht jung, auch wenn sich die Frequenz der Wechsel zwischen zwei Neuwagen in den letzten 20 Jahren leicht verlangsamt hat. Die verschiedenen, neuen Technologien der Autoindustrie entwickeln sich in einem solch rasanten Tempo, dass viele lieber etwas abwarten und sich vorher ausgiebig informieren, sei es bei den Marken, den Autohäusern, über Familie oder Freunde. Man möchte eben genau wissen, was persönlich zu einem passt, was wirklich von Nutzen ist und der eigenen Situation entspricht. Das Auto soll vor allem praktisch sein und auch noch gut aussehen. Der Begriff „Statussymbol“ ist jedoch nicht allgemein anwendbar, da diese Auffassung sehr individuell ist und kein roter Faden mehr zu erkennen ist.
Die Liebe zum Detail
Und trotzdem mögen die Luxemburger*innen ihr Auto. Erstaunlich viele sogar soweit, dass sie sich dem Tuning zuwenden. Wer jetzt aber an riesige Spoiler, schrille Farbkombinationen und Neonleuchten denkt, wird enttäuscht, oder vielleicht sogar beruhigt sein. Denn hierzulande bleiben die Autofahrer*innen recht diskret, wenn es um das Verändern ihrer Fahrzeuge geht. Vieles spielt sich unter der Karosserie ab. Die Leute ändern eher die Mechanik, bzw. Technik für bessere Leistung. Der visuelle Part beschränkt sich meist auf elegante Details.
Individuelle Fortbewegung
Während des Lockdowns zeigte das Auto ebenfalls seine Stärken. Die individuelle „Blase“, in der man sich im Verkehr befindet, erwies sich als eine weitere Sicherheitsmaßnahme. Mit der Lockerung der Einschränkungen sowie der Öffnung der Grenzen stellt sich nun die Frage des Urlaubs. Die Tendenz zu Ferien im eigenen Wagen könnte in diesem Sommer steigen. Das ist selbstverständlich jedoch erst im Nachhinein ersichtlich. In jedem Fall bietet das Auto seine Vorteile, wobei man das Argument der Flexibilität nicht oft genug wiederholen kann. Sie dürfen sich also beim Thema Transportmittel entspannen und sich auf andere wichtige Dinge konzentrieren, wie z.B. Ihr Urlaubsziel selbst.